Nachhilfe oder Lerncoaching - und andere wichtige Fragen


Der Unterschied zwischen Lerncoaching und Nachhilfe:

Klassische Nachhilfe hat zum Ziel, Wissenslücken zu schließen. Viele Anbieter schließen mit den Kunden hier Verträge für mindestens 6 Monate ab. In dieser Zeit werden die Lernenden durchschnittlich 2mal wöchentlich beim Lernen und bei den Hausaufgaben in dem jeweiligen gewünschten Fach begleitet. Vertraglich sind Sie als Kunde in der Regel an eine Mindestlaufzeit gebunden, auch wenn Sie im Verlauf feststellen, dass dies doch nicht den Erfolg hat, den Sie sich davon versprechen. Für Lernende, die ein oder zwei Themen eines Faches nicht verstanden haben, sonst aber gut zurecht kommen, kann das eine sinnvolle Ergänzung sein.

 

Lerncoaching hingegen stärkt das Selbstmanagement des Lernenden:

Oftmals haben Lernende schon sehr viel Wissen vermittelt bekommen und verlieren den Überblick, wissen nicht, wie sie all das bewältigen können. Hier setzt Lerncoaching als Hilfe zur Selbsthilfe an.

Im Gegensatz zur Nachhilfe besteht beim Lerncoaching in der Regel keine vertragliche Mindestlaufzeit. Sie entscheiden als Kunde nach einer Coachingstunde, ob Sie eine weitere in Anspruch nehmen. Für Kinder entscheiden Sie das als Eltern -  der Coach stehe Ihnen als BeraterIn zur Seite. Eine Abfolge von Coachingstunden liegt durchschnittlich bei 3-5 Sitzungen, selten auch mal etwas mehr oder weniger. Danach ist der Prozess abgeschlossen und der Lernende hat sein Ziel erreicht.

Es ist sinnvoll, Lerncoaching vor allem dann in Anspruch zu nehmen, wenn in mehren Fächern die Leistungen nicht zufriedenstellend sind, der Lernende das Gefühl hat, mit dem Lernen überfordert zu sein oder wenn Sie feststellen, dass sich Konzentrationsmangel und/oder Demotivation ausbreiten - hier braucht es mehr als "nur" das Auffüllen von Lücken.

Gleichzeitig ist es sinnvoll, Lerncoaching im Vorfeld in Anspruch zu nehmen, bevor die Lernschwierigkeiten überhaupt erst auftreten. Gerade für Lernende zu Beginn in einem neuen Schulzweig, wie beispielsweise nach der Grundschule oder beim Wechsel der Schulform als auch beim Übergang in die Oberstufe bietet sich Lerncoaching an. Ebenso macht es Sinn zu Beginn einer Ausbildung, eines Studiums oder einer Weiterbildung Lerncoaching in Anspruch zu nehmen.

 

Lerncoaching hat Einfluss auf das gesamte Lernen:

Ziel des Lerncoachings ist, das Selbstmanagement des Lernenden zu stärken. So ist der Lernende nach einem erfolgreichen Coaching-Prozess in der Lage, sein Lernen zu organisieren und hat Ideen, wie er bestimmte Dinge lernen kann. Dadurch entspannt sich das Lernen insofern, als dass es keine Zerreißprobe mehr darstellt, sondern eine zu bewältigende Aufgabe ist. Dies kann sich langfristig positiv auf die Leistungen des Lernenden  auswirken, gleichzeitig gibt es jedoch keine Garantie, dass die Noten besser werden. Die Erfahrung zeigt aber, dass der Lernende durch dieses neu erlernte Selbstmanagement besser in der Lage ist, seine Leistungen zu halten und zu verbessern.

 

Jeder hat einen anderen Bedarf an Lerncoaching:

Lernende haben unterschiedliche Baustellen, die sie bearbeiten wollen/müssen. Einigen reicht schon ein Termin, weil es nur ein kleiner Anteil ist, den sie bearbeiten möchten/müssen und andere benötigen mehrere Termine, weil der Baustellenbereich einfach umfangreicher ist. Der tatsächliche Bedarf wird meist gemeinsam innerhalb der ersten Stunde   geplant, kann anschließend aber individuell nach Ihren Vorstellungen angepasst werden.

 

Was man so im Lerncoaching macht:

Ich sowie viele meiner KollegInnen arbeiten mit Hilfe des "Lernerfolgspuzzles" des Konzeptes ILE  "Ich lern einfach!®"

Diese Inhalte umfassen Wissen zur Lernorganisation, Konzentration, Motivation sowie zum gehirngerechten Lernen als auch zu Lernstrategien. Des Weiteren aktiviere ich die Ressourcen/inneren Stärken der Lernenden, rege die Selbstverantwortung an und unterstütze die Selbsteinschätzung sowie die Prüfungskompetenz des Lernenden.

Je nach Bedarf im dementsprechenden "Puzzle-Thema" bieten wir unterschiedliche Methoden an, die den Lernenden unterstützen, anregen oder motivieren, seine Baustellen zu bearbeiten.

Hierbei steht die Freude beim Lernen und eine angenehmen Lernatmosphäre im Vordergrund, was letzten Endes den Lernenden motiviert, "dran zu bleiben". So gestalten wir das Lernen, dass es zum Lernenden passt und in den Alltag integriert werden kann. 

Dabei achten wir darauf, dass diese Inhalte altersgerecht angeboten werden - so erlernen bspw. Kinder das auf spielerische Art und Weise.  

 

 

Welcher Ort  sich am besten für das Lerncoaching / Elterncoaching eignet: 

Lerncoaches bieten ihre Dienste meist in den Räumlichkeiten des Coaches an. Das kann eine Praxis als auch ein Raum in privater Umgebung sein. Einige Coaches bieten des Coaching auch zuhause beim Klienten an. 

 

Zur Entscheidung, welche Räumlichkeiten geeignet sind,  hier einige Tipps und Erfahrungen meinerseits: 

 

  • Bei jüngeren Kindern im Grundschulalter kann ein mobiles Lerncoaching bei Ihnen Zuhause  in der eigenen geschützten und persönlichen Umgebung sinnvoll sein. Der häusliche Lernort kann so schon  im Coaching  gemeinsam gestaltet werden - als Eltern ist man "nicht so weit weg". Ist das Kind eher abgelenkt durch die häusliche Umgebung, ist ein Coaching eher in den Räumen des Anbieters sinnvoll. Wenn ein Lerncoach die mobile Variante bei Ihnen zuhause anbietet, dann hat er/sie meist auch Erfahrung inwiefern es für Ihr Kind sinnvoll ist oder nicht. 
  • Bei älteren Kindern ab Klasse 5 oder Jugendlichen wird das Coaching meist in den Räumlichkeiten des Anbieters bevorzugt - gerade Jugendliche haben hier mehr ihren Freiraum, den sie im Coaching benötigen. 
  • Ein Elterncoaching bietet sich prinzipiell in jeder Räumlichkeit an, vorausgesetzt die Eltern haben an dieser Stelle die Möglichkeit  eine Pause als "Mama/Papa" zu machen. Kann der Coach eine Räumlichkeit zur Verfügung stellen, wird meist diese genutzt. Hier entwickeln sich jedoch zunehmend auch individuelle Bedürfnisse, die dann mit dem Coach abzusprechen sind.